„Dort wo das Wissen um die Dinge aufhört,

Wo nur das Erlebnis Gesetz ist,

Dort beginnt der Tanz“

(Mary Wigman)

Tanztherapie und der Ursprung des Tanzes!

Es gibt verschiedene Ansätze über den Ursprung des Tanzes. Schikowski spricht von einem der „urwüchsigsten Triebe der menschlichen Natur“ und bedient sich damit einer Interpretation des Tanzens als biologisches Phänomen.

„Der Tanz ist nichts anderes als die Kunst, seelischen Zuständen und Vorgängen durch rhythmische Körperbewegung sichtbaren Ausdruck zu geben“

In der Auseinandersetzung mit sich und ihrer Umwelt dient Tanzen den Menschen als Mittel der Verarbeitung, Gestaltung und Kommunikation individueller und kollektiver Erlebnisse und Erfahrungen. Der Tanz ist somit gleichsam Produzent, Instrument und Resultat menschlichen Lebens. Im Tanz können wir die Welt erfassen – im Tanz drücken wir unser Erleben der Welt aus.

Ebenso das Wissen um die heilsame Wirkung des Tanzens ist uralt und gehört ganz selbstverständlich zu den Traditionen vieler alter Kulturen. Ein Einsatz des Tanzes als psychotherapeutisches Instrument und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit seinen Wirkungen als solches folgte erst um 1940 mit der Entwicklung der modernen Tanztherapie in den USA.

Das Verständnis von Tanz in der Tanztherapie geht auf die Wurzeln des Tanzes, den sogenannten „basic dance“, zurück. Unabhängig von den Techniken bestimmter Stilrichtungen geht es hier um Selbstausdruck, Selbstexploration und Selbstverwirklichung und damit immer auch um „die Suche nach dem inneren Tanz“. Tanzen bedeutet dabei, sich selbst in seiner physischen und psychischen Lebendigkeit zu erfahren.